Borken (drk-press). In einer herzlichen und offenen Atmosphäre haben sich Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen gemeinsam über das islamische Opferfest ausgetauscht. Eingeladen hatte die Integrationsagentur/Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des Roten Kreuzes im Kreis Borken im Rahmen des Projekts „HerStory – Frauen aus aller Welt“, das in Kooperation mit der Stadt Borken durchgeführt wird.
Die Veranstaltung war Teil einer Reihe von Begegnungsangeboten, die den interkulturellen und interreligiösen Austausch fördern. Bereits im Frühjahr hatten die Teilnehmerinnen gemeinsam über das Osterfest gesprochen. Nun stand mit dem Opferfest ein weiterer wichtiger Feiertag im Mittelpunkt, der Gelegenheit bot, Traditionen kennenzulernen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltungsreihe schafft Räume für persönliche Begegnungen. Gleichzeitig unterstützt sie die Teilnehmerinnen dabei, ihre Deutschkenntnisse im Alltag zu erweitern und Einblicke in gesellschaftliche Traditionen sowie das Leben in Deutschland zu gewinnen.
Der gemeinsame Nachmittag machte deutlich, worauf die Reihe „HerStory“ abzielt: Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Lebenswelten zu fördern. „Wir wollten gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag verbringen, miteinander ins Gespräch kommen und mehr über die Bedeutung des Opferfestes erfahren“, sagt Sara Jrab von der Integrationsagentur des Roten Kreuzes im Kreis Borken.
Zeichen für Menschlichkeit und Verständigung
„Der Grundsatz der Menschlichkeit verpflichtet uns dazu, Menschen mit Respekt zu begegnen und das gegenseitige Verständnis zu fördern, unabhängig von Herkunft oder Religion. Menschlichkeit zeigt sich besonders darin, dass wir unterschiedliche Sichtweisen, Kulturen und Traditionen anerkennen, ohne alles gutheißen zu müssen, aber mit der Haltung: Ich versuche zu verstehen, statt vorschnell zu bewerten. Genau dafür brauchen wir Veranstaltungen wie diese“, betont Iris Schlautmann, Bereichsleiterin des Fachbereichs Bildung.
Mit der Reihe „HerStory“ möchte das Rote Kreuz Vorurteile abbauen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Die positive Resonanz der Teilnehmerinnen habe erneut gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen für ein respektvolles Zusammenleben seien.
