Borken (drk-press). Das war ein ganz besonderer Reparaturauftrag, an dem alle Beteiligten großen Spaß hatten: Fünf Reparateure, die sonst ehrenamtlich im Repair-Café des Roten Kreuzes im Kreis Borken und der Freiwilligenagentur Borken zur Stelle sind, zeigten Schülerinnen und Schülern der Jodocus-Nünning-Gesamtschule (JNG) in Borken-Gemen ihr “Handwerk” – nicht gleich alles Kaputte wegzuwerfen, was vermutlich doch noch repariert und weiterbenutzt werden kann.
“Unser Wahlpflichtkurs Naturwissenschaft/Recycling mit 15 Schülerinnen und Schülern der siebten Klasse war von Anfang an unglaublich motiviert”, sagte Lehrerin Daniela Kasche, als das Repair-Team mit Hans Zaksek von der Freiwilligenagentur mit seinen Werkzeugkoffern und technischen Utensilien in einem der Technikräume der Gesamtschule anrückte. 1400 junge Menschen besuchen die Jodocus-Nünning-Gesamtschule.
Die besondere dreistündige Kurseinheit kam zustande, weil die JNG erstmals am bundesweiten e-waste-race teilnimmt. Der hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem Elektroartikel nicht in den Müll zu werfen, sondern einer möglichen Weiterverwertung regionalen Wertstoffhöfen zukommen zu lassen – übrigens mit großem Erfolg auch im Kreis Borken. Zehn Schulen nehmen aus dem Kreisgebiet teil. Die Siegerklasse wird mit einem Ausflug belohnt.
Die JNG hatte dazu eigens Container vor der Schule aufgestellt, die nach und nach gefüllt werden. Je mehr Geräte nach aufwändiger Registrierung abgegeben werden können, desto mehr Punkte gibt es für die Schule auf ihrem e-waste-Konto. “Und solch ein Themenmorgen mit dem Repair-Café gibt natürlich noch einmal Extrapunkte in der Gesamtwertung”, erklärt Daniela Kasche. So wurden Staubsauger, defekte Handys, Bügeleisen oder ein Elektrogrill den Containern entnommen und – mit teilweisem Erfolg – anschließend im Technikraum repariert.
Oft seien nur einfache Säuberungsarbeiten notwendig, hieß es; dies betreffe oft Staubsauger, die häufig nach erfolgter Reinigung wieder einwandfrei funktionierten. “Wir erklären den Schülern, wie repariert werden kann und den Hintergrund unserer erfolgreichen ehrenamtlichen Arbeit.” Zum Borkener Repair-Café-Team gehören mittlerweile mehr als 30 Freiwillige, die Spaß an der Sache haben. Immer am ersten Freitag im Monat wird von 15 bis 18 Uhr im Rotkreuz-Zentrum an der Röntgenstraße 6 in Borken repariert – mit einer überdurchschnittlich hohen Reparaturquote von 75 bis 80 Prozent.




