Ist Ihr Geschäft barrierrearm?Ist Ihr Geschäft barrierrearm?

Ist Ihr Geschäft barrierearm?

Borken ist eine lebenswerte Stadt, in welcher jeder die Möglichkeit erhalten sollte, am Leben selbstständig teilzunehmen – Inklusion ist das Große Stichwort, welches diesen Prozess, die Herstellung dieser Teilhabe beschreibt. Teilhabe bedeutet, dass jeder selbst darüber bestimmen kann, was er möchte. 

Kontakt

Koordinierungsstelle "Inklusives Borken"

Lisa Bußmann
Tel. 02861 8029-311
l.bussmann(at)drkborken.de 

Sabina Pohla
Tel. 02861 8029-149
s.pohla(at)drkborken.de 

Röntgenstr. 6
46325 Borken

Die selbstständige Teilhabe wird oftmals durch Barrieren, welche nicht für jeden offensichtlich sind, verhindert. Stufen, enge Wege, rutschige Böden, fehlende Leitsysteme oder Unwissenheit von Anderen erschweren das selbstständige Leben. Bereits mit kleinen Änderungen können Sie Ihr Geschäft barrierearm gestalten:

Stufen ...

  • können oftmals nicht alleine Überwunden werden. Bringen Sie eine, auch für Rollstuhlfahrer erreichbare Klingel an, durch welche Sie Hilfe anfordern können
  • oder nutzen Sie Hinweisschilder, dass ein barrierefreier Eingang beispielsweise auf der Hinterseite existiert.
  • Um kleine Stufen zu überwinden, ist für viele Personen ein Handlauf sehr hilfreich. Hierdurch wird das Sturzrisiko verringert.
  • Eine mobile Rampe stellt eine Überwindung von Stufen da, ohne große Umbaumaßnahmen. Mobile Rampen können ausgeliehen werden.

Enge Gänge oder Aufsteller...

erschweren den Zutritt und das Bewegen in Geschäfte und Lokalitäten. 

  • Aufsteller können seitlich platziert werden, sodass ein vorbeikommen möglich ist.
  • Gänge können breiter gestellt werden.
  • Kleiderständer nicht direkt vor den Eingang stellen.

Menschen mit Begleithunden...

benötigen diesen, um ihren Alltag eigenständig gestalten zu können. Oftmals wird den Begleithunden, gerade in Supermärkten, der Zutritt verwehrt.

  • Begleithunde sind sehr gut geschulte Tiere, welche auf Kommandos der Bezugsperson reagieren.
  • Sie gehorchen und begleiten die Bezugsperson auf Schritt und Tritt.
  • Bitte ermöglichen Sie dem Hund und Begleiter den Zutritt, damit der Begleiter seine Unterstützung erhält und nicht auf fremde Personen angewiesen ist.
  • Das Bundesministerium befürwortet den Zutritt von Besitzer und Hund.
  • Begleithunde erkennt man oftmals an den Halstüchern oder am Geschirr, auf welchem Symbole „Begleithund“ gedruckt sind.

Eltern von Kindern und Jugendliche mit Mobilitätseinschränkungen…

können Einkäufe oftmals nur erledigen, wenn ihr Kind betreut wird. Großeinkäufe sind mit einem Rollstuhl und Einkaufswagen kaum zu bewältigen.

  • Es existieren Einkaufswagen mit extra großen Sitzschalen, welche Eltern das Einkaufen deutlich erleichtern.
  • Sie benötigen während des Einkaufs keine Betreuung für ihre Heranwachsenden. Sie müssen nicht den Rollstuhl und Einkaufswagen gleichzeitig schieben.
  • Gerne können Sie sich zur Probe einen Einkaufswagen beim Roten KReuz im Kreis Borken ausleihen. 

TIPP! für die nächste Werbeaktion...

Gerade das Einstecken von Einkaufschips ist für ältere Menschen oder Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen ein großes Hindernis. Werben Sie doch mit Einkaufschips mit langem Steeg.

Im Internet finden Sie weitere hilfreiche Tipps und Tricks, Barrieren abzubauen. Sie können Sie aber auch gerne bei Fragen und Unklarheiten an uns wenden.

Barrierefreiheit nutzt allen in unserer Stadt

Barrierefreiheit geht Menschen ohne Behinderung auch deswegen an, weil sie irgendwann womöglich selbst auf gut zugängliche Gebäude und Wege angewiesen sind. 

  • Menschen mit und ohne Behinderung
  • Senioren
  • Kindern
  • Eltern
  • Menschen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. 

Tatsache ist: Nur vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. In den allermeisten Fällen löst eine Krankheit die Behinderung aus, auch Unfälle können eine Ursache sein.

Und so gehen Alter und Behinderung oft einher: Gut ein Viertel der Menschen mit Schwerbehinderung ist 75 Jahre und älter, die Hälfte ist zwischen 55 und 75 Jahren alt. Das durchschnittliche Lebensalter steigt – für jeden von uns. Ein Grund mehr, sich für ein Leben ohne Barrieren stark zu machen.

Jede Barriere zu beseitigen ist unmöglich, denn was für die einen ein Hindernis darstellt, ist für andere eine Unterstützung. 

Wichtig ist, dass wir unsere Umwelt so gestalten, dass große Hindernisse verringert werden und jedem die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig die Borkener Innenstadt zu besuchen. Hierzu gehört auch, ohne Absprachen einkaufen, in eine Lokalität oder Café zu gehen, ohne dies im Vorhinein planen und absprechen zu müssen.  

Eine Veränderung der Barrieren muss nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein. Bereits durch kleine Veränderungen können neue Kunden gewonnen und alte Kunden behalten werden.